Cannabis wächst in London mitten auf der Straße

Die neuste Meldung aus London dürfte die Menschen besonders erheitern, die gerne Cannabis Samen bestellen. Denn in der englischen Hauptstadt durfte nun ein Urban Gardening auf eine etwas andere Art und Weise begutachtet werden. Dafür sorgten nun Hanf-Aktivisten mit einer besonderen Aktion.

Urban Gardening der etwas besonderen Art

Bei dieser Aktion im Bereich des Urban Gardening allerdings haben die Fürsprecher für das Kaufen von Hanfsamen nicht etwa Blumen oder Gemüse auf alten Parkhausdächern angepflanzt. Stattdessen pflanzten die Aktivisten bereits vor wenigen Monaten Cannabispflanzen an. Diese Aktion wurde an öffentlichen Plätzen in Großbritannien ausgeführt. Deswegen wächst nun ein großer Haufen Cannabis direkt am Ufer der Themse in der englischen Hauptstadt. Ein Genuss für die Augen der Menschen, die gerne Cannabis Samen kaufen.

Teil einer umfangreichen Kampagne

Bei der Aktion handelt es sich um einen Part der diskussionsstiftenden Kampagne der Aktions-Gruppe „Feed The Birds“. Die Gruppe hat das erklärte Ziel, auf die Legalisierungsthematik aufmerksam zu machen. Dazu gab es nun auch ein interessantes Interview auf Vice.com mit den Initiatoren von Feed The Birds. Hierbei wurde erläutert, dass die Kampagne mit Blick auf die JointLegalisierungsvorgänge in anderen Ländern gestartet wurde. Hierbei geht es um Staaten wie die Niederlande oder aber zuletzt auch Uruguay. Hier will das Aktionsbündnis in Großbritannien einen zusätzlichen Schritt auf dem Weg der Legalisierung und Dekriminalisierung erreichen. Mit dem Anpflanzen von Cannabispflanzen an vielen öffentlichen Plätzen in der englischen Hauptstadt sowie auch in anderen Städten in England soll dafür sorgen, dass eine erneute Diskussion über die Legalisierung vonstattengeht. Gespannt darf verfolgt werden, ob dies tatsächlich auch gelingt. Immerhin aber scheint man in England öffentlich schon einen Schritt weiter zu sein als in Deutschland, was das Kaufen und Verkaufen von Cannabis Samen in der Zukunft betrifft. Wer also derzeit in London unterwegs ist, der sollte natürlich einen Abstecher an die Hanfplätze in der englischen Hauptstadt machen.

Wo bestellt man Cannabis Samen?

Wenn Du in eine Gartenhandlung gehst und Cannabis Samen kaufen willst, wirst Du wohl einige fragende Blicke erhaschen. Cannabis Samen darf in Deutschland aber vertrieben werden – aber man kann ihn nur ganz selten kaufen. Eine Alternative bildet das Internet. Im Internet gibt es einige Shops, zum Beispiel weedseedshop.com, die sich mit dem Verkauf von Cannabis Samen befassen. Aber Achtung, nicht jeder Samen ist gleich. Es gibt verschiedene Qualitätsmerkmale, die Du bereits am Preis erkennst. Ein guter Cannabis Samen kostet nun mal sein Geld. Des Weiteren ist es wichtig, welche Art von Cannabis Samen Du kaufen willst. Es gibt Autoflower Samen, die nicht wie man annehmen könnte, ganz von alleine keimen, sondern das bezieht sich auf die Blüten. Autoflower Samen blühen schneller als andere Sorten, sind in der berauchenden Wirkung aber etwas minderbemittelter – aber noch lange nicht schlechter. Für Anfänger ist diese Samen Art ideal.

Dann gibt es feminisierte Cannabis Samen. Vorweg muss ich Dir noch sagen, dass Viel Cannabisnur weibliche Pflanzen in der berauschenden Wirkung für einen Konsumenten sinnvoll sind. Denn die männlichen Pflanzen enthalten nur einen Bruchteil an THC, den man kaum bemerkt. Deswegen sind feminisierte Cannabis Samen auf dem Markt sehr beliebt. Es gibt aber unter den gesamten Samen Arten gravierende Unterschiede. Speziell für Anfänger, die sich mit dem Anbau erst befasst haben, gibt es Samen, die so entwickelt wurden, dass se einfach zum Ziehen sind. Wenn der Samen erst einmal gekeimt hat, ist die Aufzucht in der Regel nicht mehr so kompliziert. Es kommt also in erster Linie immer auf die Qualität des Samens an, ob daraus eine gute Pflanze entstehen kann.

Cannabis Samen werden unter strengen Auflagen soweit gezüchtet und verändert, dass spezielle Cannabis Cups, also Wettbewerbe die besten Cannabis Samen küren. In den USA sind es spezielle Cannabis Messen, die unter anderem auch wertvolle Informationen zu Cannabis liefern. Wenn Du Dich dafür entscheidest, Cannabis selbst anzubauen und den Samen von einem Händler zu erwerben, dann achte darauf, ob er bereits bei einem Cannabis teilgenommen hat. Diese Auszeichnungen sind zwar kein Garant aber eine Richtlinie dafür, dass Du dort qualitativ hochwertigen Cannabis Samen kaufen kannst.

Der Staat verdient Millionen mit Cannabis

Nach der Legalisierung von Marihuana konnte in Colorado, gerade einmal ein Jahr später, bereits ein Rückgang der Kriminalität verzeichnet werden, sowie von einer boomenden Wirtschaft berichtet werden. So erweist sich die Legalisierung dieser Droge letztendlich doch als Segen, obwohl es so viele mahnende Worte hierzu gegeben hatte. Der amerikanische Staat konnte während der ersten fünf Monate der Legalisierung von 12,6 Millionen Dollar (9,3 Mio Euro) steuerlicher Mehreinnahmen berichten, eine äußerst willkommene zusätzliche Geldquelle.

1 Milliarde Dollar Gesamteinnahmen werden erwartet

John Hickenlooper, der Gouverneur von Colorado erwartet laut der US-Seite Mic.com im kommenden Jahr mit Gesamtumsätzen von einer Milliarde Dollar durch den Verkauf von Cannabis. Satte 134 Millionen Dollar davon würden in Form von Steuern in die Taschen des Staates wandern. Außerdem sorgte die Legalisierung von Marihuana für weniger Arbeitslosigkeit, etwa 10.000 Menschen hätten laut Mic.com eine Anstellung in der Cannabis Industrie gefunden. Mic.com berichtete ferner, dass bisher 50 Prozent aller Kriminalität in dem Staat mit Marihuana im Zusammenhang standen. Allein in Denver und Umgebung ging die Mordrate seit Freigabe um sage und schreibe 53 Prozent zurück, landesweit gingen Raubüberfälle und Gewaltverbrechen um 4,8 Prozent zurück. Hierdurch spart der Staat rund 12 bis 40 Millionen Dollar pro Jahr.

Umdenken in Washington möglich

Der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet, dass die positive Entwicklung im cannabis - nicht gefährlichStaat Colorado Washington zu einem Umdenken bewegen könnte. Die nationale Drogenbehörde der Vereinigten Staaten zieht ernsthaft in Erwägung, Marihuana von der Liste der gefährlichsten Drogen zu nehmen, was Barack Obama sowie die Mehrheit der US-Bevölkerung schon lange fordern. Der US-Präsident Obama ist demnach nicht der Ansicht, dass „Alkohol gefährlicher ist als Marihuana“. Außerdem befürworten 58 Prozent der Amerikaner eine Freigabe für Erwachsene des Stoffes in geringen Mengen. In Deutschland lehnen laut einer Stern-Umfrage im Januar die meisten eine weitere Legalisierung von Cannabis ab und verpassen damit gleich drei Chancen auf einmal: Den Abbau von Staatsschulden, die Reduzierung von Kriminalität sowie das Bekämpfen von Arbeitslosigkeit. In Deutschland gilt der Konsum von Cannabis als nicht verboten. Lediglich der Besitz kann strafrechtlich verfolgt werden. Hanfsamen können in Shops im Internet bestellt werden, um dann zu Hause Pflanzen zu ziehen.

Cannabis als Schmerzmittel

Dirk Baiersdorf gewann seine Lebensfreude durch das Rauchen von Cannabis wieder. Heute raucht er nur noch zum Vergnügen, aber bis vor kurzem hatte er starke Schmerzen, die ihn jahrelang quälten und ihn in seiner Lebensqualität Dirks Marihuanastark einschränkten. Zunächst hatte er einen Bandscheibenvorfall, der ihn quälte, dann erlitt er einen Kapselriss am Fuß, fast nahtlos reihten sich diese beiden Ereignisse aneinander. Zeitweise hatte er so große Schmerzen, dass er nicht einmal schlafen konnte. Aber das gehört nun der Vergangenheit an. Sein Heilmittel sind 3 Gramm Marihuana täglich, auf drei Joints verteilt. Einen Joint raucht er gleich nach dem Aufstehen, einen nach getaner Arbeit und einen, bevor er ins Bett geht. Er fühle sich wie neu geboren, da er nun die meiste Zeit schmerzfrei ist, sagt Baiersdorf.

Brief von der Bundesopiumstelle aus Bonn

Sein zweites Leben kann Dirk Baiersdorf auf den 10. Januar datieren. Zu diesem Zeitpunkt fast 40 Jahre alt, erhielt er an diesem Tag von der Bundesopiumstelle in Bonn einen Brief, auf den er bereits zwei Monate gewartet hatte. Er enthielt seine Ausnahmegenehmigung. Von diesem Zeitpunkt an durfte er legal Marihuana in einer bestimmten Apotheke kaufen, jede der vier erhältlichen Sorten. Baiersdorf ist einer von 231 Patienten in Deutschland, die legal Marihuana kaufen dürfen. Bevor es für ihn jedoch so weit war, suchte er einen Arzt, der ihn bei seinem Vorhaben unterstützte. Außerdem benötigte er für diesen Antrag Diagnosen und Klinikaufenthalten sowie Bescheide der Krankenversicherung, mit dem Ziel, die Bundesopiumstelle davon zu überzeugen, dass der Konsum von Marihuana für ihn die beste Therapie ist. Dazu musste er belegen, dass er alles andere versucht hatte, denn nur dann hatte sein Antrag auch Aussicht auf Erfolgt.

Kann Marihuana Schmerzen lindern?

In anderen Ländern ist diese Angelegenheit weitaus unkomplizierter. In den Niederlanden gibt es beispielsweise Coffeeshops, in denen man sich Marihuana kaufen kann. In Uruguay darf man laut Gesetz sogar sechs Pflanzen ziehen und kann dort auch den Cannabis-Samen käuflich erwerben, was in Deutschland nicht möglich ist. Hierzulande muss der Marihuana-Samen noch immer umständlich im Internet bestellt werden. Im amerikanischen Colorado und jetzt auch im Bundesstaat Washington darf jeder Bewohner täglich rund 28 Gramm kaufen. In Deutschland jedoch gilt Cannabis immer noch als Droge und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Wer sich hier mit Marihuana behandeln möchte, ohne kriminell zu werden, benötigt eine Erlaubnis.

Bei welchen Krankheiten kann Marihuana helfen?

Seit Jahrzehnten wird nun über die Freigabe von Cannabis diskutiert und gestritten. Dabei war besonders in den letzten Jahren ein Umdenken der Politiker zu erkennen, die sich vor allem auch durch die Freigabe von Marihuana in mehreren US Bundesstaaten bemerkbar machten. Aber auch in Deutschland ging es nun endlich einen Schritt voran. Das Kölner Verwaltungsgericht beschloss, dass schwerkranke Menschen den für den Eigenbedarf benötigten Hanf nun in Ausnahmefällen selbst anbauen dürfen. Trotzdem müssen die hierfür benötigten Hanfsamen immer noch aus dem Internet bestellt werden.

Bei welchen Krankheiten ist Cannabis marihuanasinnvoll?

Asthma, Krebs, Multiple Sklerose und Arthritis gehören zu den Krankheiten, bei denen sich Cannabis bzw. der Wirkstoff Cannabidol als sinnvolle Therapie erwiesen haben. Bei Krebspatienten wird meist die Übelkeit, die eine Nebenwirkung der Chemotherapie ist, gelindert. Gleichzeitig regt Cannabis den Appetit an. Dadurch wird in der Regel ein gesundheitsschädliches Abmagern der Patienten verhindert.

Aber auch beim Grünen Star, dem sogenannten Glaukom konnte eine Wirkung von Cannabis bereits nachgewiesen werden. Der Wirkstoff von Marihuana senkt den Augeninnendruck, der den Sehnerv dauerhaft schädigt. Somit kann eine Erblindung hinausgeschoben werden. Schließlich profitieren auch Menschen, die unter Psychischen Problemen leiden, wie beispielsweise der posttraumatischen Belastungsstörung oder Schizophrenie, von Marihuana. Eine israelische Studie belegt außerdem, dass sich Cannabis sehr wohl positiv bei Senioren auswirkt. Hier kann gegen Altersdepressionen, die psychisch bedingt ist, sowie gegen Rheuma effektiv die berauschende Pflanze eingesetzt werden. Aus medizinischer Sicht gibt es also viele gute Gründe, um eine Freigabe von Cannabis endlich zu ermöglichen.

Cannabis in Deutschland

Hierzulande ist Cannabis noch immer als Droge verpönt und sein Konsumenten werden verurteilt, von der Gesellschaft ebenso, wie von der Politik. Trotz all der Fortschritte, die in der Medizin gemacht wurden, ist es in Deutschland immer noch verboten, Cannabis oder Cannabis Samen zu Besitzen und wird strafrechtlich verfolgt. Ironischer Weise ist der Konsum der berauschenden Pflanze erlaubt. Generell sollte es aus vielerlei Gründen auch hierzulande zu einem Umdenken der Politiker kommen, letztendlich auch wegen der zusätzlichen Steuereinnahmen, die sinnvoll in Aufklärungskampagnen investiert werden könnten. Eine Legalisierung von Cannabis würde so manch schwerkrankem eine Last von den Schultern nehmen und erwachsene Konsumenten würden sich bei der Beschaffung nicht mehr kriminalisieren.